In den 1970er Jahren war die Angst vor einer globalen Abkühlung und einer drohenden „neuen Eiszeit“ ein grosses Thema in den internationalen und nationalen Medien - 2026 wiederholt sich dieser coole Hype.
Dies trotz der Tatsache, dass führende Top-Wissenschaftler schon 1959 ausrechneten, wie hoch der Meeresspiegel wegen der Klimaerwärmung steigen würde. New York wäre demnach schon 1984 bis zur 2. Etage der Häuser unter Wasser – die Malediven wären gar mehr als 20 Meter unter Wasser gestanden. Wasserstand weitergerechnet für 2026: New York 55 Meter unter Wasser (die waren klug und haben vorausschauend schon früh Hochhäuser gebaut); Malediven 65 Meter unter Wasser – ein echtes Taucherparadies eben. Es gab also damals schon beide Szenarien. Davon eingetroffen ist wieviel? 1 Prozent? Das ist etwas mehr als die naturgegebene Unschärfe: nämlich einfach nur ein Trend.
Ältere Semester unter uns erinnern sich noch an ein Cover vom Schweizer Tages-Anzeiger-Magazin aus den 1970er-Jahren: Es zeigte das Zürcher Grossmünster inmitten einer tiefgefrorenen, arktischen Eislandschaft, um die Bedrohung einer neuen Eiszeit direkt vor der eigenen Haustür zu visualisieren (Quelle des vorstehenden Textes zum Teil Google-KI).
Also grundsätzlich müssen Menschen wohl in Angst gehalten werden, sonst werden sie aufmüpfig und verweigern das Zahlen von Ablass. Und am besten funktioniert Angst in zwei gegenläufigen Szenarien – es wird dann situativ das eine oder andere bemüht und damit herumgefuchtelt.
Seit einigen Jahrzehnten hat man sich für das Szenario „Klimaerwärmung“ anstelle von „Eiszeit“ entschieden. Das CO2 würde angeblich zum Treibhauseffekt führen. Ja: Es wird global durchschnittlich wieder wärmer, aber das CO2 ist daran nur marginal und in einem eher unerheblichen Mass beteiligt.

Wer sich heute – beinahe Ende August 2026 – durch die Medien wühlt, der bekommt eine widersprüchliche Weltuntergangs-Meldung zu sehen: „Bewegt Europa sich auf eine neue Eiszeit zu?“ (vgl. Screenshot). Mal abgesehen davon, dass die Erde sich seit gut 2 Millionen Jahren per Definition in ein und derselben Eiszeit befindet und die Redaktionen nicht mal diesen simplen wissenschaftlichen Unterschied (zu einer Kaltzeit) kennen (ganz zu schweigen von der Klimasensitivität des CO2) – so ist jetzt die Klimaerwärmung schuld an der neuen Eiszeit. Es wird kälter, weil es wärmer wird. Liest man den Fragezeichen-Konjunktiv²-Artikel, ist er soweit auch ein bisschen plausibel (wissenschaftliche Fiktion 😁). Wie schon bei der Erwärmung wird aber auch hier der unumkehrbare Kipppunkt förmlich herausgeschrieen – diesmal einfach in die andere Richtung.
Zusammenfassend darf man wohl sagen: Die Wissenschaftler und Experten haben tatsächlich im Grundsatz wieder einmal herausgefunden, dass sich die Erde im Wandel befindet. Also als Gleichnis: Ein Kind, das Lesen lernt, geht jedesmal zu den Medien, sobald es einen neuen Buchstaben malen kann und verkündet lauthals: „Sensation! Drama! Buchstabenwandel! Wir werden alle sterben – erfrieren und verkochen gleichzeitig!“
Kurz und unspektakulär: Die Prognose des IPCC sagt heute genau das voraus, was wir seit 18‘000 Jahren kennen und sehen. Diese „Forschung“ kostet hunderte Milliarden. Alles wird dadurch teurer – nur ganz wenige werden dadurch reich. Und die Schlagzeilen sind wieder dieselben wie vor fast 60 Jahren.