Wenigstens 87% der Menschen haben Pech mit dem Denken und rennen deshalb Anführern und dem Mainstream hinterher. Ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Menschheit ist das nicht.
In Deutschland wurde gerade ein Hitzeschutzgesetz überarbeitet. Dieser Musterhitzeschutzplan wird in den Leserkommentarspalten der Zeitungen mehr oder weniger erfolgreich diskutiert.
Mein analog-chemisches Neuronetzwerk klingelt: Hatten nicht meine deutschen Eltern und deren deutsche Eltern schon über hitzefreie Schultage berichtet?
Flugs nachgeschaut in einer Onlineklecksklopädie: „…der Leiter der Dresdner Gewerbeschule Karl Wilhelm Clauß erliess am 11. August 1863 die vorübergehende Aussetzung des Unterrichts aufgrund von Hitze."
Schon wieder klingelts im Oberstüble: Um das Jahr 1850 herum war klimageschichtlich global der überhaupt kälteste Zeitpunkt seit dem Neolithikum. Das Hitzeproblem war Wilhelm Clauss vermutlich nicht erst im Sommer 1863 aufgefallen, sondern seine Massnahme stützte sich wohlmöglich auf mehrjährige Beobachtung.
Wie konnte man nur um den überhaupt kältesten Zeitpunkt der Menschheit herum über Hitzeprobleme stöhnen?
Die Wahrnehmung und selbst die Messung von Temperaturen ist heutzutage demnach relativ subjektiv – je nach politischer Agenda.
Und Coronatote werden heute gerne zu den Klimatoten gerechnet. Es gibt keine CO2-bedingte Klimakatastrophe. Allerdings eine globale Klimaneurose.