Aus fremder Feder



Es ist so eine Sache mit den Schreiberlingen: Wohl jeder will der Grösste sein, und wohl jedem fällt es somit ausserordentlich schwer, jemanden aus der gleichen Zunft in seinem Sichtfeld zu dulden. Ur-Instinkte eben. Ätzende Blicke oder kalte Schultern - wie man es von Klischees über zickende Schauspieler/innen gewohnt ist - gehören nicht selten zur Standardveranlagung von Redaktoren, Journalisten oder freien Mitarbeitern. Interessanterweise ist hierbei der Unterschied vom Intellektuellen zu keulenschwingenden Höhlenbewohnern erstaunlich gering.

 
Jedem Schreibenden stellt sich deshalb früher oder später die Frage, ob er mangelnde Keulengrösse signalisieren soll, indem er auf Texte anderer verweist. Andererseits sind fremde Federn auch eine Bereicherung - solange sie korrekt deklariert sind. Und so hart es für einzelgängerisch veranlagte Individuen auch erscheinen mag: Die Menschheit wurde modern dank Kooperation.
 
 
 
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24.10.2016

Folgendes ist zu lesen in einem schon etwas älteren Aufsatz von Dirk Maxeiner / Michael Miersch - und besser kann man es wirklich nicht sagen: 

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