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Gesellschaft

“Schwulsein ist nicht ansteckend”

24.08.2017

Wieder geistert ein Bericht durch die Medien, der sich als Studie ausgibt.

Eine Studie kann eine Studie sein, oder sie kann ein Instrument dafür sein, Andersdenkende oder Kritiker vom hohen Ross herab mundtot zu machen oder niederzuschreien, und Diskussionen im Keim zu ersticken. Von einer 'Criticophobie' oder gar einer 'Aletheiaphopie' will man aber gleichwohl nicht sprechen - ja, man ist noch nicht erst auf die Idee gekommen, solche Worte neuzuschöpfen. Obwohl man ja sonst um Phantasien aller Art nicht verlegen scheint. 'Psychisch gestört' - genauer: 'krankhaft ängstlich' - sind ja immer alle anderen.

Der Untertitel des Zeitungsberichts lautet: 'Kinder homosexueller Adoptiveltern werden nicht anders.' Die Forscherin wollte herausfinden, wie sich die sexuelle Orientierung der Eltern auf jene ihrer Adoptivkinder auswirkt. Sie glaubt den Nachweis erbracht zu haben, dass sich der Familientyp kaum auf das geschlechtsspezifische Muster auswirkt. Eine solide Studie berücksichtigt stets mehr als eine einzige Denkrichtung. Es bleibt somit offen, ob die Studie auch den Aspekt 'Selbstverwirklichung auf Kosten anderer' berücksichtigt.

Eine Studie, die bei einem derart komplexen Thema - es betrifft letztlich die gesamte Menschheit - einen kleinen Zeitraum von lediglich 5 Jahren abdeckt, muss wohl als Gefälligkeitsstudie hinterfragt werden. Auch dürfte sie mit nur 106 Testfamilien nicht als repräsentativ eingestuft werden. Das ganze Werk sieht somit stark nach Lobbyarbeit aus. Das bestätigt indirekt selbst die Forscherin, wenn sie angibt "dass die Studie Anwälten, Richtern und Adoptionsagenturen helfen werde". Eine Studie zu starten, bei welcher Ziele, Absichten und Resultate von vornherein bekannt sind und angestrebt werden, kann Betrug sein - ist aber auf jeden Fall unwissenschaftlich.

Das ist schon deshalb ein Schuss ins eigene Knie, weil damit ein weiteres Mal bestätigt wird, dass es hier nicht um Seriosität, Forschung oder Fakten geht, sondern eher um quengelnde Selbstinszenierungen, die wohl einer Egomanie entspringen. Man schadet damit der eigenen Sache und manöveriert sich immer weiter ins Abseits - will aber dann 'den Andersgläubigen', den 'Homophoben', die Schuld für das Abseits zuweisen. Die sowieso schon strapazierte Glaubwürdigkeit leidet darunter immer weiter. Diesen Kreislauf könnte man mit Ehrlichkeit durchbrechen. Doch darum geht es gar nicht: Anliegen brauchen beileibe nicht wahrhafter Natur sein - sie müssen lediglich mit maximal möglicher Lautstärke vorgetragen werden.

 

 
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