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Ausland

Deutschland kapituliert

29.09.2017

Die Kanzlerwahlen in Deutschland sind vorbei, und die Politlandschaft hat sich verändert. Manche lecken sich die Blessuren, andere haben zugelegt. Geblieben oder gar zugenommen hat die Unsicherheit.

Die Medien tun ihren Job, und so bringt beispielsweise Spiegel-Online unter dem Titel "AfD im Bundestag / Es werden nun schwere Zeiten auf uns zukommen" einen Beitrag zu vier Positionen, interviewt und verfasst von vier Redaktoren. Los geht's also mit den vorbereiteten Texten der Medienhäuser. Dieser Spiegel-Beitrag stellt vier Perspektiven vor, die man im Sinne einer Horizonterweiterung durchaus gelesen haben sollte.

Trotzdem möchte ich Ihre Blicke, liebe Leserinnen und Leser, auf etwas ganz anderes lenken.

Wieder und wieder wurde der Satz 'Der Islam gehört zu Deutschland' ausgesprochen - von der Kanzlerin und von anderen. Bei aller Aufgebrachtheit hierüber lohnt sich ein Blick auf einen etwas älteren Beitrag von 'Deutschlandfunk Kultur': "Die Geschichte eines Satzes". Ebenso findet sich ein kurzer Beitrag auf dtj-online.

Als Durchschnitts-Deutscher wird man das Schuldgefühl nicht mehr los, für das unsere Vorfahren den unseligen Grund gelegt hatten. So wagt es kaum einer, Widerspruch anzumelden zu dem erwähnten Satz. Was ist das Besondere an dem Satz, oder was stört mich daran? Die Kanzlerin - als politisches Organ - hätte meinetwegen sagen sollen: 'Ausländer gehören zu Deutschland', oder: 'verfolgte Menschen aus islamischen Ländern kommend gehören zu Deutschland'. Wenn sie aber 'Islam' statt 'Ausländer' sagt, meint sie 'Islam' und damit eindeutig die Religion. Sie meint damit den Islam wie er war und wie er ist - nicht wie er vielleicht in hunderten von Jahren nach einer allfälligen Aufklärung sein könnte. Ist nun die deutsche Kanzlerin besonders religiös, oder wird sie schlicht ferngesteuert?

Klügere als ich es bin - und derer sind viele - haben pausenlos und vernehmlich dargelegt, wie der Islam funktioniert, wie seine Gesetze sind und was seine Ziele umfassen. Und sie haben auch für jeden verständlich dargelegt, dass es keinen offiziellen und gleichzeitig moderaten (also niedlich-westlichen) Islam geben kann und wird. Alle noch nicht dem Islam unterworfenen Gebiete der Erde befinden sich solange im 'Dār al-Harb' (Haus des Krieges), bis sie sich unterworfen haben. Zum Islam gehört sein Gesetz, die Scharia. Der Islam trennt Staat und Religion nicht.

Wenn die Kanzlerin nun sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, dann stellt sie damit die Scharia dem deutschen Grundgesetz zunächst gleich. Dieses Grundgesetz wieder unterliegt nun automatisch gegen die Scharia, da diese sich über alles erhebt. Fast genauso gut hätte die Kanzlerin sagen können: 'Die Islamisten gehören zu Deutschland.' So eine Formulierung wäre dann vielleicht nicht so gut angekommen bei der Wählerschaft - deswegen appelliert man an das kollektive deutsche Schuldgefühl und sagt 'Islam'.

Was ist nun das Problem dieser Aussagen? Betreibe ich bloss Haarspalterei?

Wer sagt, der Islam (also die Religion mit ihrem dominierenden Gesetz) gehöre zu Deutschland, lässt sich zum einen willig vor den Wagen der Kirche spannen.

Zum anderen sagt er damit auch im selben Atemzug, dass Kinderehen, Polygamie, Ehrenmorde, blutige Verfolgung von Andersgläubigen sowie Christen und Juden, das Erhängen von Homosexuellen, körperliche Verstümmelungen auch der grausamsten Art und vieles mehr künftig zum Herzen Deutschlands gehören sollen. Sorry: Davor graut manchen Wählern, und das hat erst mal gar nichts mit überhöhter Phobie (Furcht, Angststörung) zu tun.

Das alles tolerieren die Kanzlerin und ihre Berater bzw. Auftraggeber. Das alles wird den Deutschen jetzt und künftig zugemutet. Den Deutschen oder 'Alteuropäern' im eigenen Land wird es schlecht gehen, dafür scheint gesorgt zu sein. Christentum und Judentum ordnen sich - soweit ich weiss - in Deutschland und anderen Ländern dem Staat weitestgehend unter. Tut dies auch der Islam? Und auf welche positiven historischen Wurzeln blickt der Islam innerhalb Europas?

Ich bin kein Deutschland-Fan, ich bin auch kein Heimatschützer. Ich kann hier im Ausland mit oder ohne Deutschland leben; verzichten müsste ich dann allenfalls - einmal in zehn oder fünfzehn Jahren - auf das Labskaus beim Willkomm-Höft oder den Ostfriesentee auf Spiekeroog. Ich bin allerdings als Kriegsenkel entsprechend traumatisiert und somit froh, wenn Ruhe und Gleichgewicht herrscht. Und ich habe wohl nicht einen einzigen Mausklick an die AfD-Partei verschwendet – das ist auch nicht nötig hier in der Schweiz.

Das wirklich Brisante ist aber für mich:

Auf der einen Seite fördert und begrüsst die Kanzlerin den menschenrechtsfeindlichen Islam und mit ihm alle die oben erwähnten Dinge, auch Homophobie, ein ultrakonservatives Weltbild usf. Auf der anderen Seite wendet sich der CDU-Mainstream gegen die AfD, welche unter anderem 'homophob' oder 'konservativ' sein soll. CDU und Kanzlerin bezeichnen weite Teile der Bevölkerung - nicht nur die wenigen Rechten - als gestört. Dankeschön. Umgekehrt ist aber auch gefahren: Realitätsphobie scheint ein Markenzeichen vieler Regierenden zu sein.

Wer aber mit dem Islam genau das (und wesentlich Schlimmeres) gut und willkommen heisst, was er bei der AfD verteufelt (so diese Dinge wie genitale Verstümmelung bei der AfD überhaupt hochgehalten werden), sollte mal zum TÜV, ernsthaft jetzt. Oder noch besser: Er (oder in diesem Fall: sie) gehört verfassungsmässig aus dem Verkehr gezogen. Für mich besteht deshalb kein Zweifel, dass die CDU mit ihrer Kanzlerin - gelinde gesagt - ganz gewaltig eins an der Marmel hat. Und immerhin besteht die Gefahr, dass wer obiges Thema inhaltlich nicht im Griff hat beziehungsweise vorsätzlich umdeutet, vielleicht auch bei der Klimapolitik oder Energiewende Unsinn verzapft und absichtlich Mist baut.

Ausserdem: Wer die Definition einer Ehe mit der Definition einer beliebigen Lebensgemeinschaft gleichsetzt, hat von der Entstehung der Welt nicht viel Ahnung. Die Ehe ist: Mann und Frau. Familie ist: Mann, Frau, Kind. Das ist per Definition nicht zu ändern - genauso wie "Volt = Spannung" und "Ampère = Stromstärke" sind. Da gibt es auch nichts zu deuteln. Hingegen würde es als - ausnahmsweise - konstruktiver Beitrag angesehen, wenn die Extremisten unter den Befürwortern anderer Lebensgemeinschaften einfach mal ein neues Wort erfinden würden, welches die verschiedenen Formen des Zusammenlebens definieren soll: Der Begriff 'Ehe' ist bereits besetzt. In Gesetzbüchern und den Lexikas ist bestimmt Platz und Bereitschaft vorhanden, neue Ansichten korrekt zu verankern. Ich begreife nicht, warum die genannten Extremisten einerseits anders sein wollen, andererseits aber gleich sein wollen wie diejenigen, deren Lebensgemeinschaft durch den Begriff 'Ehe' unverrückbar definiert ist. Geht es manchen dieser Leute vielleicht nicht so sehr um neue Formen von Lebensgemeinschaften, sondern mehr um das Torpedieren der althergebrachten Ehe als solche?

Zurück zum Islam: Ein Extrem-Religiöser könnte nun entgegnen: weil Deutschland damals die harmlosen Juden nicht wollte, bekommt es jetzt stattdessen den blutigen Islam aufgedrückt. Auch wenn für einige so ein Strafgericht als naheliegend erscheinen mag, darf man nicht vergessen, dass der Islam nicht nur Deutschland und Europa beherrschen will, sondern den ganzen Globus, bis das Haus des Islam (Dār al-Islām) feststeht. Und wenigstens in diesem Anspruch gleicht er der universalen Kirche auffallend: Die einen drohen bei Nichtzugehörigkeit mit Tod, die anderen mit ewiger Verdammnis.

Es müsste bald auch dem wohlgesonnensten Gläubigen dämmern, dass die Kirche nach der herbeigequälten Ökumene auch den Zusammenschluss des Islams mit der 'grossen, einzig wahren' Kirche plant und umsetzt. Diese Fusion ist zwar nicht unbedingt biblisch, und auch historisch gesehen besteht dazu keine Notwendigkeit - sie dient aber wenigstens einer gewissen Einheit in der Kasse. Dabei bedient die Kirche sich auch Regierungen - kein Problem.

Die Aussage der Kanzlerin, dass der Islam zu Deutschland gehöre, birgt bei näherem Betrachten also den Sprengstoff des Jahrtausends. Es ist der Sprengstoff, der das Abendland einebnen soll. Deutschland, ja ganz Europa wird umgebaut - wider den Willen des Volks. Die 'Urbevölkerung' wird ersetzt - so ähnlich muss es einst den Indianern oder Aborigines ergangen sein. Wenn Vorurteile der Deutschen und übrigen Alteuropäer gegenüber dem Islam abgebaut werden sollen, dann liegt die Bringschuld ganz eindeutig beim Islam und seinen Vertretern sowie Predigern. Der Islam hat sich von seiner blutigen und menschenverachtenden Ideologie ein für allemal abzuwenden und sich der Menschlichkeit zuzuwenden. Erstmal dafür haben sich die islamischen Religionslehrer in Europa einzusetzen. Das wäre das A, das zwingend vor dem B (der Akzeptanz in den jeweiligen Gastländern) folgt. Nun drehen Politiker und Imame gerne die Reihenfolge und den Wirksinn um. Täter werden zu Opfern gemacht. Das ist hüben und drüben des Rheins dasselbe.

Warum fordert die Kanzlerin - und nicht nur sie -, die hiesigen ansässigen Christen und Juden hätten sich dem zuwandernden antichristlichen Islam zu unterwerfen, und nicht etwa umgekehrt? Diese Frage bedürfte ganz dringend einer Antwort. Wer als Regierender sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, macht aus dem Haus des Krieges das Haus des Islam - hat also kapituliert. Oder Landes- und Volksverrat begangen.

Dass Ausländer grundsätzlich zu der Bevölkerung eines jeden Landes gehören, sollte allerdings selbstverständlich sein. Gäbe es einen zuverlässigen genealogischen Gen-Test‚ wären ‚Reinrassige‘ wahrscheinlich in den meisten Fällen arg überrascht ob ihrer durchmischten, vielleicht zweitklassigen Herkunft. In der Schweiz hatte man teilweise starke Abneigungen gegen die Italiener. Letztlich aber waren genau sie es, die im Akkord die Häuser für die Schweizer Bevölkerung hochgezogen hatten. Ich gebe es zu: Ein wenig paranoid veranlagt habe auch ich Bedenken vor künstlich angestossenen und raschen Umschwüngen, die ich nicht so schnell überschauen kann – und die niemand im Griff hat, trotz vieler grosser Worte. Ich habe selber auch Angst vor Fremden, wenn sie gehäuft daherkommen (so müssen sich die Schwarzen in Afrika fühlen, wenn die weissen biersaufenden alemannischen Touristenhorden einfallen). Diese Angst wird wohl noch so ein alter Höhlenmensch-Instinkt sein. Liebe Turboloop-Regierungen: Gebt uns Zeit, unsere Instinkte mit dem Verstand zu koppeln. Es braucht keine Eile und keine Gewalt. Ihr selber habt es ja auch nie geschafft, etwas gegen die steigenden Gesundheitskosten zu tun - und ihr hattet viel mehr Zeit und Ressourcen.

Deutschland - du hast es verpasst, eine Amtszeitbeschränkung ins Leben zu rufen. Die Kanzlerin als sanfte Diktatorin hat es sich kausal selbst zuzuschreiben, wenn Wähler zur AfD oder sonstwohin laufen. Wer als Regierender keinen Kontakt hat zur Bevölkerung und über kein Sensorium für ihre Anliegen verfügt, treibt die Wähler in Scharen nach Rechts- oder Linksaussen - oder in die Abstinenz. Das ist eine ganz alte Binsenwahrheit und hätte so nicht sein müssen. Aber Mutti schafft das schon, nicht traurig sein. Was mich dann an den bekannten deutschen Grössen- und Herrschaftswahn erinnert: Doch das wird auch noch so ein Höhlenmensch-Instinkt sein, den die Regierenden da mit sich herumschleppen und nie ablegen wollen. Vergessen wir nicht: Eine höchst fragwürdige Politik ist die Ursache, dass die AfD an Einfluss zunimmt. Die Politpsychopathen erzählen es uns allerdings gerne andersherum: Fragwürdig sei höchstens die Bevölkerung.

 

 

PS: In eigener Sache bin ich auf der Suche nach einem Internetbrowser (unter Windows), der Kommentare an Zeitungen auch wirklich zuverlässig abschickt, wenn man auf den 'Senden'-Button klickt. Oder liegt der Grund für die Unterbrüche woanders?

 

 
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