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Uto-Mobil

21.09.2017

Man muss fair bleiben: Immer wird man irgendetwas finden, was eine Person - eine Kanzlerin oder sonst jemanden - in ein schlechtes Licht rücken kann. Doch Auffälligkeiten müssen trotzdem hinterfragt werden:

  • Die Kanzlerin will die Atomkraft abschaffen. Auch ich bin ein Gegner der Atomkraft - nicht erst seit den künstlich herbeigeführten Katastrophen von Tschernobyl oder Fukushima, - genannt werden muss auch die desaströse Endlagerstätte in der Asse, doch fehlt es an Alternativen, welche den Bandbedarf sichern. Warum die Alternativen immer noch fehlen oder schubladisiert sind, ist ein anderes Thema. Atomstrom ist sicher leistungsfähig - umweltfreundlich ist er nicht. Und bis zum Fusionsreaktor scheint es leider noch ein langer Weg zu sein.
  • Die Kanzlerin hat - kurz vor der Wahl 2017 - entdeckt, dass die Grünen die Abschaffung der Verbrennungsmotoren fordern. Genauer: Ab dem Jahr 2030 sollen keine Neuzulassungen für Fahrzeuge mit Diesel- oder Benzinmotoren mehr erlaubt sein. Die Kanzlerin unterstützt diese Forderung. Noch früher sollen 20 Kohlekraftwerke vom Netz - die restlichen ebenfalls bis 2030. Das ist vom ökologischen Standpunkt her sicher zu begrüssen, setzen Kohlekraftwerke nebst Dreck und Abgasen auch Radioaktivität frei.

Offenbar haben die Grünen und die Kanzlerin Zugriff auf die schubladisierten, bis anhin verhinderten Technologien: Denn mit dem Wegfall von Atom- und Kohlekraft dürfte es einigermassen unmöglich sein, alle Fahrzeuge ohne Verbrennungs-, dafür mit Elektromotoren zu betreiben. Und dass Elektroautos - vor allem deren Batterien - insgesamt umweltfreundlich sein sollen, darf in Frage gestellt werden - ein Nachweis wurde nicht erbracht.

Wer glaubt, allein mit Forderungen sei man in der Lage, die Verbrennungsmotoren innerhalb von 13 Jahren zu verbannen und zu ersetzen, ist seiner Zeit um 50 oder eher 100 Jahre voraus und somit realitätsfremd. Zwischen kühnen Visionären und unzurechnungsfähigen Fantasten besteht ein Unterschied. Und: Berücksichtigt man die Ladezeiten der Elektroauto-Batterien, muss man - will man es jeden Tag nutzen - zwei oder drei Autos anschaffen. Oder entsprechende Sätze geladener Akkus bereit haben zu Hause, am Ziel und dazwischen. Man kann natürlich auch zusätzlich zwei geladene Akkupacks im Auto mitführen. Das würde dann möglicherweise das zugelassene Maximalgewicht bereits übersteigen, weshalb man zwei Zusatzakkus auch bequem im Anhänger mitführen kann.

Vermutlich wird der deutsche Staat die Elektroautos künstlich fördern müssen - da Markt und Technik eine andere Sprache sprechen als die Wunschpolitik. Mit Sicherheit wird auch hier wieder jemand beiläufig und zufällig zum Milliardär, wie schon bei den Windkraftanlagen.

  • Das Einwanderungs- und Flüchtlingsproblem war - zu der Zeit als es anfing - für ein halbwegs humanistisches demokratisches Land wahrscheinlich nicht leit- und lösbar. Man hätte sonst bei der Einreise jedem Flüchtling (und dann gleich dem Rest der Welt) das Zeichen gem. Offenbarung (Bibel) verpassen müssen. Auf Migrationswaffen ist kein westliches Land vorbereitet. Hingegen ist seither nichts geschehen, was die Situation entschärfen würde. Im Gegenteil: Die eigene deutsche Bevölkerung wird nicht ansatzweise ernst genommen - aber als doof hingestellt, und natürlich vorhandene Fragen und Befürchtungen werden als Phobie abgekanzelt. DAS halte ich für sträflich.
  • Die Kanzlerin hat den Islam über die Verfassung und über die Grundrechte erhoben. Frau Merkel heisst den Islam auf die gleiche Weise willkommen, wie das die Kirche tut. Das kann kein Zufall sein.
  • Ausserdem finde ich es fatal, dass die lasche Politik (oder die aktive Linkspolitik) der letzten Jahre dazu führt, dass rechtsextreme Kreise unnötig Zulauf bekommen. Man hätte es moderner, fortschrittlicher und föderalistischer haben können, aber eine 'Ein-Frau-Egal-Regierung' hat es verbockt. Die Regierung hat kein Sensorium für die Bevölkerung. Wenigstens nicht für die eigene.
  • Über die Klimadebatte äussere ich mich an dieser Stelle nicht, da sie ausserordentlich kontrovers, teilweise absolut, geführt wird. Eine Tatsache ist, dass die Erde aus astronomischer Sicht wieder in eine Phase abnehmender Temperaturen tritt. Das könnte eine allfällige menschgemachte Klimaerwärmung vielleicht abschwächen ('könnte' und 'vielleicht' darf ich verwenden - das dürfen auch alle Evolutionswissenschaftler). Hingegen wäre es toll, wenn die Kanzlerin die Abschaffung der Korruption fordern würde - wahrscheinlich liessen sich damit unzählige Umwelt- und Finanzprobleme im selben Aufwisch erledigen. Deutschland wäre so manche Sorge los - wenigstens die Bevölkerung. Doch wer ewig Kanzlerin bleiben will, wird sich hüten, Tacheles zu reden. Womit man vermuten darf, dass Umweltschutz und 'Wir retten den Planeten' lediglich Vehikel, niemals aber Anliegen sind. Nicht nur in Deutschland.

Eine Amtszeitbegrenzung für das Kanzleramt wäre dringend nötig - nur schon, damit man mal endlich ein anderes Gesicht in den Illustrierten sieht. Noch fortschrittlicher wäre vermutlich tatsächlich, wenn Deutschland auf die direkte Demokratie umstellen würde. Das wäre dann von zwei Problemen das kleinere.

Ist es Ihnen schon aufgefallen: Die deutsche Autoindustrie hat die ultimative Jahrhundert-Fehlleistung vollbracht mit ihrem Abgasbetrug. Damit fügt sie einem ganzen Land unumkehrbare Imageschäden zu, von anderen Folgen ganz zu schweigen. Wie aus dem Nichts schwingt sich nun die Diskussion um die angeblich sauberen Elektroautos auf jede Titelseite jeder Zeitung: Diese seien die Lösung, der Ausweg und Blabla. So zum Beispiel am 11. Sept. 2017 bei Spiegel-Online mit dem süffigen Titel 'Deutsche Autobauer verkünden Elektrooffensive'.

Als Ewiggestriger frage ich mich nämlich, wo der viele Strom für die vielen, vielen bunten Elektroautos herkommen soll, wenn Mutti auch das letzte Kohle- und Atomkraftwerk abgeschaltet haben wird. Der hyperaktive Schrei nach E-uto-Mobilen soll doch wohl bloss Optimismus versprühen, nachdem man es mit den Abgasen so richtig sakramässig vergeigt hat.

Mit schriller künstlicher Euphorie und aufgeblasenen Visionen gewinnt man vielleicht die Kanzlerwahl: Volk und Umwelt sind so oder so die Verlierer.

 

 
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